Zweiter Bahnsteig in Horn kommt doch erst 2030

Landtagsmitglied Dennis Maelzer (SPD) hakt bei DB nach und erhält schlechte Nachrichten

Kreis Lippe. Die Deutsche Bahn (DB) baut den zweiten Bahnsteigs am Bahnhof Horn erst im Jahr 2030. Das erfuhr Landtagsmitglied Dennis Maelzer (SPD) auf Nachfrage bei der DB. Die Verzögerung könnte massiven Einfluss auf den Start des S-Bahn-Konzepts für die Region haben, dessen Start bislang für das Jahr 2029 vorgesehen ist.

Maelzer hatte sich an den neuen Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn, Dr. Jens Gräfer, gewandt und jetzt folgende Auskunft erhalten: „Zu unserem Bedauern hat sich auf die ersten beiden öffentlichen Ausschreibungen der Planungsleistungen kein Planungsbüro beworben. Erst im Rahmen der dritten Ausschreibung konnte ein Planungsbüro gebunden werden. Dieser Umstand sorgt dafür, dass die Inbetriebnahme erst 2030 geplant ist.“

In Horn-Bad Meinberg sollen sich Züge künftig begegnen können. Dafür muss ein neuer Bahnsteig geschaffen werden. Nach jetzigem Stand ist dies unerlässlich, um den vorgesehenen Fahrplan für das S-Bahn-Konzept einhalten zu können. Als nächstes will Maelzer auf den NWL zugehen und um die Einschätzung des Aufgabenträgers bitten.

In diesem Zuge will Maelzer auch die Pläne für den RE 82 hinterfragen. Der verkehrt zwischen Bielefeld und Altenbeken und soll ab 2029 eine längere Fahrtzeit mit Halten in Oldentrup und Ubbedissen bekommen. Wartezeiten würde es in Bielefeld-Ost geben, da sich dort die Linien begegnen sollen: „Für die Bahnkunden in Detmold und Horn-Bad Meinberg ist es wichtig, dass der RE 82 eine Expresslinie bleibt und der direkte Anschluss an den Fernverkehr in Bielefeld gewahrt bleibt“, ist sich Maelzer sicher. Momentan stehe dahinter noch ein großes Fragezeichen.

Weiter geprüft werde laut dem SPD-Politiker hingegen die Einrichtung eines zusätzlichen Haltepunktes: „Die Planungen zu einem neuen Haltepunkt im Bereich Eichholz-Remmighausen sind Bestandteil der aktuell durchgeführten Simulation zum Zielnetz NRW 2040“, heißt es im Schreiben der DB. „Wenn die Simulation positiv ausfällt, kann der Detmolder Osten besser angebunden werden, sofern der NWL diese Leistung dann auch bestellt“, erläutert Maelzer. Dafür habe sich in der Kommunalpolitik unter anderem die SPD lange stark gemacht.

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