Weniger Mittel für Lippes Kitas
Maelzer befürchtet Aus für Kita-Helfer
Zahlreiche Kitas in Lippe müssen sich auf Veränderungen einstellen. Das Land plant neue Regelungen für Kita-Helfer. Dadurch kürzen sich die Fördermittel für die Mehrheit der Kindertagesstätten in Lippe. Mehr als jede zweite Kita im Kreis Lippe sei davon betroffen, berichtet der Landtagsabgeordneter Dr. Dennis Maelzer (SPD), Sprecher im Familienausschuss des Landtags.
„Das könnte das Aus für zahlreiche Kita-Helfer bedeuten“, sagt Maelzer. „Jede Kita mit weniger als vier Gruppen wird künftig weniger Geld erhalten. In Lippe sprechen wir bei insgesamt 215 Kitas von 120, die sich auf Kürzungen für Kita-Helfer einstellen müssen.“
Besonders viele dieser Kitas sind beim Kreisjugendamt angesiedelt. 63 von 97 Einrichtungen sind betroffen. In Lemgo gilt es für 18 von 25 Kitas. In den anderen städtischen Jugendämtern ist der Anteil geringer. Doch auch in Detmold sollen 23 von 48 Kitas weniger Geld erhalten. In Bad Salzuflen sind es 12 von 30 und in Lage 4 von 15 Einrichtungen.
Bislang erhält jede Kita auf Antrag 16.200 Euro als Zuschuss für Kita-Helfer. Bis 2025 waren es immerhin noch 18.000 Euro. Ab Sommer 2027 kommt in manchen kleinen Kitas weniger als ein Drittel dieser Summe an. „Mit diesen Mitteln kann man dann die Kita-Helfer nicht mehr finanzieren“, sagt Maelzer und fordert eine Mindestförderung pro Einrichtung.
Es sind nicht die einzigen Veränderungen, die Ungemach für viele Kindertagesstätten bedeuten. Erstmals sollen zum kommenden Jahr die Kindpauschalen zur Finanzierung sinken. Das Land plant zwar eine Kompensation. Deren Verteilung steht aber noch nicht fest. „Am Ende wird es in jedem Jugendamtsbezirk eigene Regelungen und überall Gewinner und Verlierer geben.“
Insgesamt sei die Reform, die CDU und Grüne für die NRW-Kitas planen, geprägt von dem Ziel Fachkraftstunden einzusparen, Gruppen zu vergrößern und weitere Sparpotentiale zu erzielen. Aus Maelzers Sicht ein Rückschritt für die frühkindliche Bildung