Kein Geld für Landestheater Detmold - Antrag von SPD und FDP abgelehnt

Detmold.
Nach jahrelangen Nullrunden hatten SPD und FDP im Landtag mehr Geld für die Landestheater gefordert. Doch mit Mehrheit von CDU und Grünen lehnte der Kulturausschuss einen entsprechenden Antrag ab. Landtagsmitglied Dr. Dennis Maelzer (SPD) hatte in der Sitzung engagiert für die Annahme plädoyiert. Denn die Verweigerungshaltung des Landes reißt auch eine Lücke in die Etatplanung des Landestheaters Detmold. „Die Landestheater kämpfen mit finanziellen Herausforderungen. Trotz gestiegener Personalkosten stagniert die Landesförderung seit Jahren. Doch statt Geld gibt es nur ein Gutachten“, zeigte sich Maelzer enttäuscht.

Dabei hatte unter anderem das Landestheater Detmold zuvor unmissverständlich klargemacht: Ohne eine Anpassung der Landesförderung drohen massive Einschnitte – insbesondere Angebote für Kinder und Jugendliche sind auf Dauer gefährdet. „Wir fordern als SPD gemeinsam mit der FDP, die Förderung der Landestheater automatisch an die gestiegenen Kosten anzupassen. Die Landestheater und ihre Beschäftigten sollen nie um ihre Zukunft bangen müssen“, so Maelzer.

In Detmold klafft nun eine Lücke von 1,3 Millionen Euro im Etat. Die Gesellschafter des Theaters, insbesondere Kreis und Landesverband Lippe sowie die Stadt Detmold hatten für zwei Jahre ihre Anteile um jeweils 8,5 Prozent angehoben. Die Erwartung, dass sich auch das Land an den Kostensteigerungen beteiligt, wurde erneut enttäuscht. Wenig Hoffnung setzt Maelzer auf ein vom Land beauftragtes Gutachten zur Struktur der Bühnen: „Dem Landestheater fehlt Geld, nicht beschriebenes Papier. Schon aus Eigeninteresse achten die Gesellschafter auf schlanke Kostenstrukturen. Ich befürchte, das Land zielt auf Einschnitte beim Angebot“, sagt der Detmolder SPD-Politiker. Für ihn bleibe das Detmolder Ensemble ein Aushängeschild des Landes. Diese Wertschätzung wünsche er sich auch seitens der Landesregierung. Gemeinsam mit Maelzer hatten sich alle SPD-Landtagsabgeordneten für das Theater stark gemacht und den Antrag eingereicht.

NRW-Landtagsabgeordneter Dr. Dennis Maelzer

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